Miranda Jakiša

Miranda Jakiša ist seit 2019 Professorin für Südslawische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Universität Wien. Von 2009 bis 2019 war sie W1 Professorin für Süd- und Ostslawische Literaturen an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie hatte Fellowships an der Princeton University, am Imre-Kertesz-Kolleg in Jena sowie an der Slowenischen Akademie der Wissenschaften und Künste (ZRC) inne.

Miranda Jakiša versteht Südslawistik heute auch als „Post-Jugoslawistik aus historischer Notwendigkeit“ und lehrt und forscht gleichermaßen zur bosnischen, kroatischen und serbischen Literatur und Kultur.

Seit 2019 organisiert Miranda Jakiša das Wiener Südslawistik Colloquium, das jährlich im Oktober am Institut für Slawistik der Universität Wien stattfindet. Die internationale Ausschreibung erfolgt jeweils im Mai. Nähere Informationen finden Sie hier.

Gemeinsam mit Kolleginnen der Universität Zürich, der Universität Potsdam und der Humboldt-Universität Berlin betreibt sie das Praxis-Portal novinki – Neuerscheinungen aus Ost-, Mittel- und Südosteuropa für Studierende.

Veranstaltungen

Im Wintersemester 2021/22 fand der Internationale Workshop: Srebrenica: Opfernarrative und -inszenierungen zum künstlerischen, literarischen, filmischen, theatralen und performativen ‘Erzählen Srebrenicas’ statt. Die Ergebnisse werden in: Contemporary South Slavic Victimhood Narratives and Performances in Arts and Culture herausgegeben.

Die Tagung: “Migration und Translation: Texte, Theorien und Figuren” (organisiert von Miranda Jakiša, Wien, und Schamma Schahadat, Tübingen) fand vom 14.-16.10.2021 an der Universität Wien statt.

Im Sommer- und Wintersemester 2020/21 lag der Fokus in der Lehre auf der slawisch-deutschen Transnationalen Literatur. Dazu fanden online Lesungen und Vorträge statt – passend zur Semesterfrage der Uni Wien: Wie wirkt Sprache?

Im Wintersemester 2019/20 veranstaltete Miranda Jakiša in Kooperation mit dem Österreichischen Filmmuseum eine begleitende Vortragsreihe zur Viennale Retrospektive zum Partisanenfilm.

https://slawistik.univie.ac.at/mitarbeiter/jakisa-miranda/

Forschungsschwerpunkte

  • Bosnische, kroatische und serbische Literatur und Kultur (18.-21. Jh)
  • Orale Epik der Südslawen – Heldenliedtradition im Gegenwartsbezug
  • Ästhetische Strategien des Dissens, Ressentiment-Forschung
  • Literatur und kulturelle Identität, Transnationale Literatur der Mehrsprachigkeit
  • Jugoslawische Partisanenliteratur und -film, Postjugoslawischer Film
  • Dokumentarisches und Postdramatisches Theater
  • ‚Post-Jugoslawistik‘

Publikationen:

MONOGRAPHIEN

Bosnientexte. Ivo Andrić, Meša Selimović, Dževad Karahasan. In der Reihe: Slavische Literaturen. Texte und Abhandlungen. Herausgegeben von Wolf Schmid, Frankfurt a.M. 2009.

Arenas and Strategies of Dissensus and Artistic Protest in South Eastern Europe. transcript Verlag, Bielefeld. (erscheint demnächst) [englisch]

HERAUSGABEN

Partisans in Yugoslavia. Literature, Film and Visual Culture. Miranda Jakiša, Nikica Gilić (Hg.). transcript Verlag, Bielefeld 2015. [englisch]

Dt. Beiträge 15. Internat. Slavistenkongress Minsk 2013. Norbert Franz, Miranda Jakiša, Sebastian Kempgen, Monika Wingender (Hg.). Verlag Otto Sagner, München, Berlin, Washington 2013.

Jugoslawien – Libanon. Verhandlungen von Zugehörigkeit in den Künsten fragmentierter Kulturen. Miranda Jakiša, Andreas Pflitsch (Hg.). Kadmos Verlag, Berlin 2012.

Osteuropäische Lektüren II. Texte zum 8. Treffen des Jungen Forums Slavistische Literaturwissenschaft. Miranda Jakiša, Thomas Skowronek (Hg.). Peter Lang Verlag, Frankfurt a.M. 2009.

Bulletin der Deutschen Slavistik. Mitglied des Redaktionskollegiums des Deutschen Slavistenverbands 2009-2013, Ludger Udolph, Sebastian Kempgen (Hg.). Verlag Otto Sagner,  München, Berlin 2009-2013. (5 Ausgaben zwischen 2009-2013)

siehe auch: Publikationen